Programm der Offenen Konferenz

Projektionsfläche Islam

Eine offene Konferenz zu antimuslimischem Rassismus

In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland und Europa der Islam als Feindbild Nummer eins etabliert. Spätestens seit der sogenannten Sarrazin-Debatte ist klar, dass auch hierzulande unterschwellige Ressentiments schnell in eine offen aggressive Stimmung umschlagen können. „Terrorismus“, „Fundamentalismus“, „Demokratieunfähigkeit“, „Frauenfeindlichkeit“, „Homophobie“, „Antisemitismus“ usw. – all das wird „dem Islam“ zugeschrieben. Da ist für jede_n was dabei: So lässt sich ein breiter gesellschaftlicher Konsens gegen eine Minderheit erreichen.

Das AStA-Referat für politische Bildung und der AK Antirassismus laden deshalb alle interessierten Menschen auf und außerhalb der Universität zur offenen Konferenz zu antimuslimischem Rassismus ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Konzept sieht vor, dass Menschen ohne Vorkenntnisse an das Thema herangeführt werden, aber auch für Menschen vom Fach noch genug Interessantes geboten wird.
Insbesondere der Donnerstag richtet sich an Menschen, die noch keine fundierten Kenntnisse über die Funktionsweise von Rassismus im Allgemeinen und antimuslimischem Rassismus im Besonderen haben.

Eine theoretische Vertiefung erfolgt am zweiten Tag, wo sich zahlreiche Vorträge mit besonderen Aspekten islamfeindlicher Vorurteile befassen.
Am dritten Tag wird die Konferenz mit 2 Workshops abgeschlossen, in denen die Teilnehmenden noch stärker didaktisch mit einbezogen werden sollen. Dies schließt auch eine verstärkte Bereitschaft ein, eigene Vorurteile zu hinterfragen.


Programm:


Donnerstag 02.06.

15.00-16.00: Eröffnung und einführende Referate zu Rassismusdefinitionen bzw. allgemeiner Rassismusforschung sowie antirassistischer Politik durch Studierende der Uni Mainz.

16.30-17.30: Dipl. päd. Sakine Subaşı-Piltz (Goethe-Universität Frankfurt): „Antimuslimischer Rassismus – Eine Einführung

18.00-19.30: Dipl.-Soz. Constantin Wagner (Institut für Medienverantwortung): „Zum Islambild in den Medien“

Alle Veranstaltungen finden im Raum P2 statt.


Freitag 03.06.

11.00-12.00: Khola Maryam Hübsch M.A. (freischaffende Autorin): „Zum Selbstbild und Fremdbild der muslimischen Frau“

12.30-13.30: Dr. Al-Hamarneh (Uni Mainz, Geographisches Institut): „Der revolutionäre arabische Frühling im Diskurs des Orientalismus“

13.30-14.30: Mittagspause

14.30-15.30: Prof. Dr. Juliane Karakayali (Evangelische Fachhochschule Berlin): „Klassenkampf von oben oder: ist die derzeitige rassistische Debatte eigentlich eine Unterschichtendebatte?“

16.00-17.00: Attila Steinberger: „Islamkritik als Ideologie – Nationale Feindbilder von Links“

17.30-18.30: Ceren Türkmen M.A.: „Rassismen heute und Integration

Alle Veranstaltungen finden im Dekanatssaal des ReWi statt.

Samstag 04.06.

11.00-12.00: Dr. Urmila Goel (Freischaffende Autorin und Antirassismustrainerin): „Antimuslimischer Rassismus und Heteronormativität“

12.00-13.00: Georg Klauda (Freischaffender Autor): „Homophober Moslem, toleranter Westen?“

13.00-14.00: Mittagspause

14.00-17.30: 2 parallele Workshops:

Dr. Urmila Goel: „Antimuslimischer Rassismus und Heteronormativität“

Georg Klauda: „Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“

18:00: Abschlussplenum

Alle Veranstaltungen finden im Raum P2 statt.

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